Wie aus einer Fischdose ein Solar-Wackeltier wird
Eine leere Thunfischdose, ein Tischtennisball und ein selbstgebauter Vibrationsmotor – mehr braucht es nicht für den Tanzenden Frosch: Sobald Sonnenlicht auf die Solarzelle fällt, beginnt er auf seinen dünnen Beinchen zu wackeln und zu „tanzen“. Ein etwas aufwendigeres Projekt aus unserem Bastel-Blog (rund 45–60 Minuten), bei dem Kinder ab etwa 6 Jahren nebenbei lernen, wie ein Motor mit Unwucht Bewegung erzeugt und Solarenergie einen Motor antreibt.
Das braucht ihr
- 1 Solarzelle
- 1 Gleichstrommotor
- 1 Druckklemme, doppelt
- 1 leere Thunfischdose
- 4 Büroklammern
- 1 Tischtennisball
- 1 Schraubdeckel einer Plastikflasche
Außerdem: Sprühdose mit Farbe, Pappe, Heißklebepistole, Klebeaugen (oder selbstgebastelte), Filzstift, Schere, ein Radiergummi.
Solarzelle, Motor und Kabel sind zum Beispiel im Elektronik-Bastelkit aus unserem Shop enthalten.
1. Fischdose vorbereiten
Lege die leere Thunfischdose auf die Pappe und zeichne den Umriss auf. Schneide den Kreis ca. 2 mm knapper als angezeichnet, damit sich der Deckel gut in den oberen Dosenrand pressen lässt.
Steck den Motor testweise in den Schraubdeckel: Er soll fest sitzen. Bei den meisten handelsüblichen Pfandflaschen aus festem Kunststoff besitzt der Deckel die ideale Größe. Klebe den Schraubdeckel mit der Heißklebepistole in die Mitte der Pappscheibe.
2. Beinchen anbringen
Biege aus den Büroklammern Beinchen, indem du sie zur Hälfte auseinanderklappst. Fixiere die Beinchen mit der Heißklebepistole gleichmäßig verteilt am Dosenrand (Bodenseite).
3. Kopf und Farbe
Den Tischtennisball – das wird der Kopf – klebst du ebenfalls mit Heißkleber fest. Nun wird das Tier mit Sprühfarbe lackiert.
Tipp für Erwachsene: Lass das bitte unbedingt einen Erwachsenen übernehmen – die Sprühdämpfe sind alles andere als gesund. Alternativ kann natürlich auch Farbe mit dem Pinsel aufgetragen werden. Zum Schluss Augen und Mund aufkleben oder aufmalen.
4. Vibrationsmotor bauen
Jetzt geht's an den Bau des Vibrationsmotors: Schneide von einem Radiergummi ein kantiges Stück ab und spieße es so auf die Achse des Motors, dass auf einer Seite deutlich mehr Gewicht hängt. Der Sinn des Vibrationsmotors ist es, das Tier durch diese Unwucht – also durch Herumeiern – zum Tanzen zu bringen.
5. Alles verbinden
Setze den Vibrationsmotor in den Schraubdeckel. In die Pappscheibe bohrst du mittig zwei kleine Löcher im Abstand von 2 cm. Durch diese Löcher führst du die Kabel der Solarzelle, damit diese auf dem Deckel platziert werden kann.
Mit Hilfe der Druckklemme verbindest du das rote Kabel der Solarzelle mit dem roten Kabel des Motors und das schwarze Kabel der Solarzelle mit dem schwarzen Kabel des Motors. Klemme den Deckel mit Solarzelle nun fest in den oberen Dosenrand.
Los geht's: Fällt Licht auf die Solarzelle, setzt sich der Vibrationsmotor im Inneren in Bewegung. Da das Tier auf sehr dünnen Beinchen steht, beginnt es zu „tanzen“.

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